Tourismusforum am Hannersberg

Mit der „Tourismusstrategie Burgenland 2022+“ wurden nun die Weichen für die Zukunft der heimischen Branche gestellt und nun erstmals einem großen Publikum präsentiert.

200 Gäste aus Politik, Tourismus, Kultur und Medien sind Mitte April zum Tourismusforum am Hannersberg gekommen, um aus erster Hand zu erfahren, wie es mit der burgenländischen Tourismuswirtschaft in den nächsten Jahren weitergeht. Im Zentrum des Abends stand die Präsentation der nun fertiggestellten „Tourismusstrategie Burgenland 2022+“. Eine Strategie, die aufzeigt, „dass einerseits die aktuellen Herausforderungen enorm sind. Man denke an die immer rascher, immer mehr Lebensbereiche erfassende Digitalisierung, den Trend zu Fernreisen, den sich verschärfenden Wettbewerb etc. Andererseits macht die Strategie 2022+ deutlich, dass wir große Chancen und enormes Potential besitzen“ – so Landeshauptmann Hans Niessl beim Tourismusforum.

„Die Tourismusbranche und das Land sind nun gefordert, die Vorteile unseres Angebots zu verdeutlichen und zugleich dieses Angebot stetig qualitativ zu verbessern sowie die damit verbundenen Arbeitsabläufe kontinuierlich zu professionalisieren. Und das, ohne dabei Konkurrenzfähigkeit und Wertschöpfung aus den Augen zu verlieren.“ – So skizziert Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig die nächsten Schritte in die Zukunft.

Krafttankstelle Burgenland

Die zentrale Vision der strategischen Orientierungshilfe lautet: „Wir sind zu jeder Zeit das begehrteste Urlaubsland für erlebnisintensive Aufenthalte, um im sonnigen-sinnlichen Lebensgefühl des Burgenlandes Kraft und Inspiration für den Alltag aufzutanken!“ Es geht u.a. darum, erläutert Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton, „das Burgenland als Krafttankstelle zu positionieren. Auch und gerade für zwischendurch. Der burgenländische Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Seine Weiterentwicklung zur Wellness- und Regenerations-Destination Nummer 1 kann nur erreicht werden, wenn alle am tourismuswirtschaftlichen Geschehen Beteiligten zusammenwirken.“

Strategische Ziele

Hinter dieser Richtungsvorgabe stecken zahlreiche strategische Ziele – u.a. mehr Ganzjahrestourismus, mehr Wiederholungsbesuche, noch stärkere Betonung der emotionalen Seite eines Genussurlaubs, mehr Auslastung und Wertschöpfung durch Steigerung von Angebotsstruktur und -qualität, mehr Arbeitsplätze im Tourismus sowie die noch stärkere Bündelung touristischer Organisationen und Initiativen. Erarbeitet wurde das vorliegende Papier sowie ein Masterplan mit konkreten Maßnahmen bei Workshops mit 85 Opinion Leadern der heimischen Branche. Begleitet wurde der Prozess von der Beratungsagentur conos gmbh. Und erstmals wurde ein derartiges Richtungspapier auch von der Landesregierung beschlossen.

Abgerundet wurde der Abend durch einen Vortrag der renommierten Kriminal- und Wirtschafts-Profilerin Patricia Staniek zum Thema „Was mein Gast wirklich fühlt – Profiling im Tourismus“. Die Kriminologin führte vor, welche Emotionen sich hinter der Mimik eines Gastes tatsächlich verbergen. Alles in allem viel Stoff für Diskussionen, die dementsprechend auch bis in den späten Abend dauerten.

Laden Sie hier die „Tourismusstrategie Burgenland 2022+“ herunter


25.04.2018